Das Projekt

iid_logo_72dpiIm Rahmen des EU-INTERREG-Projektes “Innovationen in Destination in Oberbayern und Salzburg” haben sich grenzüberschreitend die sechs Tourismusdestinationen Chiemgau, Berchtesgadener Land, Tegernseer Tal, Ferienregion Tennengau, Ferienregion Lungau und Flachau vernetzt, um gemeinsam und unter Mitwirkung der Wissenschaftspartner FH Salzburg, der Salzburg Research, dem ITG Innovationsservice für Salzburg und der FH München, die einzelbetriebliche und regionsweite Innovationskraft zu stärken.

Aber wozu innovieren?

Wer vorausdenkt, profitiert! Gerade für Unternehmen in der Tourismuswirtschaft gilt: Heute noch komfortable Marktnischen fallen teilweise morgen schon weg, meist weil das Angebot nicht mehr den Zeitgeist trifft, vom Gast andere Zusatzleistungen gefordert werden, oder aber weil Mitwerber in anderen Destinationen dasselbe bereits besser und billiger anbieten können.

Das glauben Sie nicht? Dann sehen Sie sich zum Beispiel den Städtetourismus an, denn auch dieser steht mit Ihnen im gemeinsamen Wettbewerb um die Reiseausgaben Ihrer Gäste. Können Sie mit dessen aktuellen Wachstumsraten mithalten? Oder gibt es nicht auch eine andere Wanderregion, ein anderes Skigebiet, ein anderes Sommererholungsgebiet etc., an die Sie den ein oder anderen Gast bereits verloren haben?

Deshalb: Denken auch Sie gemeinsam voraus und handeln Sie proaktiv! Gerade dann, wenn es Ihrem Unternehmen heute (noch) gut geht. Denn Innovationen helfen Ihnen nicht nur dabei, Ihr Unternehmen und auch Ihre Destination gemeinsam morgen noch wettbewerbsfähig zu halten. Neue, verbesserte und/oder veränderte Produkte, also Innovationen, sichern Sie gleichzeitig ab, damit Sie auf lange Sicht nicht der Marktverlierer sind.

Innovationen in Destinationen: Produktlebenszyklus


Worum geht es? Die Projektziele:

Die wesentlichsten Projektziele zur Erreichung des Hauptziels, der “erfolgreichen Etablierung von sinnvollen Weiterentwicklungen und Erneuerungen im Markt zur Stärkung sowie künftigen Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Destinationen und ihrer Leistungsträger”, bestehen darin, dass

  • der Sinn für die Innovationstätigkeit bei Unternehmern im Tourismus und den Mitarbeitern der Destinationsmanagementorganisationen geschärft wird;
  • die Innovationskompetenz (Wie funktionieren Innovationen? Wie gelange ich zu Ideen? Wie gelange ich von Ideen zu marktreifen Produkten und neuen Prozessen? Wie diffundieren Innovationen? etc.) gestärkt wird;
  • Innovationsnetzwerke im Tourismus erstmalig aufgebaut und mittelfristig etabliert werden;
  • klare Verantwortlichkeiten für die Managementaufgabe “Innovation” in jeder Destination festgelegt werden und die Verantwortlichen auf lange Sicht und fortwährend die Märkte und Trends beobachten, Innovationsprozesse anstoßen, begleiten und einzelbetriebliche Innovationsberatung anbieten;
  • es den Unternehmern und Destinationen (=Verbundwirtschaften) durch Marktforschungsergebnisse ermöglicht wird noch näher an den Bedürfnissen ihrer jeweiligen Zielgruppen zu innovieren;
  • Ideengenerierungsprozesse durch diese Webplattform und die Workshops vor Ort unterstützt werden;
  • Innovationshemmern wie eventuellen Betriebsblindheiten und möglicherweise vorhandenen (Vor-)urteilen entgegengewirkt wird.

Wie kann das Projekt „Innovationen in Destinationen“ Ihnen dabei helfen, innovativ zu sein? Die Projektmaßnahmen:

Innovation gilt in der heutigen globalen Marktwirtschaft als Schlüsselfaktor, der das Überleben eines Unternehmens sichert. Unternehmen sind zu schneller Innovation gezwungen, sei es in Bezug auf angebotene Produkte, Dienstleistungen, neue erfolgreiche Geschäftsmodelle, neue Kooperationen oder neue interne Prozesse. Doch „innovativ sein“ ist einfacher gesagt als getan! So mangelt es im Geschäftsalltag oft an Zeit und Raum, um neue Ideen zu entwerfen und zu entwickeln. Sie als Unternehmer sind dabei oftmals gefangen im operativen Tun und Handeln des alltäglichen Arbeitsstress.

Und wenn sich die bisherigen Pfade, mögen sie auch ausgetreten sein, doch noch bewähren , kapituliert so mancher vor dem Risiko eines Kreativitätssprungs nach vorne. Außerdem: Wie steht es mit der Tradition? Lassen sich Innovation und Tradition miteinander vereinbaren? Sollte man sie vielleicht sogar verbinden? All diese Unsicherheiten lassen sich erwiesenermaßen verringern, wenn verschiedenste Personen mit unterschiedlichem Hintergrund Innovationen in einem gemeinsamen Prozess erarbeiten. Denn gerade bei Innovationen gilt: „Alleine kann man viel erreichen, zusammen alles!” Und genau ein solcher gemeinsamer Prozess ist das Projekt „Innovationen in Destinationen“. Es hilft Ihnen dabei, in zweierlei Hinsicht innovativ zu werden –  innovativ in Ihrem eigenen Betrieb und auch innovativ in und für die gesamte Destination.

Folgende umfassende Maßnahmen des Projekts „Innovationen in Destinationen“ helfen Ihnen dabei, die Vision einer innovativen Destination zu verwirklichen:

  • Innovations-Coach-Akademie:

iid_logo_akademie_72dpiIn der ICA (Innovations-Coach-Akademie) werden in einer 20-tägigen Ausbildung mit rd. 180 Lehreinheiten hochschulzertifizierte Innovations-Coaches ausgebildet.

Das globale Ausbildungsziel besteht darin, die TeilnehmerInnen der Akademie – die Innovations-Coaches – am Ende ihrer Ausbildung einerseits dazu zu befähigen, in den Destinationen betriebsübergreifende Innovationsprojekte anstoßen/begleiten/vorantreiben zu können und andererseits weitere Betriebe ihrer Destinationen bei betrieblichen Innovationsvorhaben beraten zu können. Sie sind Ansprechpartner in allen Innovationsfragen vor Ort und fungieren über das Projektende hinaus.

Die Coaches (3-4 pro Destination) wirken demnach als themenspezialisierte Consulter in jenen Destinationen, in denen sie auch beruflich schon langfristig in der Tourismuswirtschaft verankert sind. Sie stoßen Innovationsprozesse auf betriebs- und betriebsübergreifender Ebene an und begleiten diese bis zur Marktreife. Sie wirken als Ansprechpartner für die Tourismusbetriebe vor Ort. Sie bauen idealerweise fixe Innovationsnetzwerke in ihrer Region auf und halten diese am Leben. Sie schaffen Begeisterung und Bewusstsein für die Innovationstätigkeiten vor Ort. Gleichzeitig sind sie die überregionalen Netzwerkknotenpunkte im Projekt, da sie Woche für Woche mit den Innovations-Coaches aus den anderen Projektregionen zusammenkommen und sich über Innovationsagenden in den Destinationen und den damit gemachten Erfahrungen austauschen.

Die ICA wurde von den Innovationsmanagementexperten der FH-Salzburg konzipiert und wird von insgesamt 25 erfahrenen Lehrenden und Beratern abgehalten. Das detaillierte Curriculum und weitere Informationen zur Innovations-Coach-Akademie sind bei Interesse hier downloadbar.

  • Innovations-Workshops:

InnovationsworkshopEs finden vor Ort in jeder Projektdestination 3 IWS (Innovations-Workshops) 2013 und 3 IWS 2014 statt. Zielgruppe dieser Workshops sind dabei Tourismus-UnternehmerInnen. Inhaltlich organisiert werden die Workshops von der ITG Salzburg.

In den Basis-Workshops im April wird vermittelt warum es grundsätzlich für Tourismus-Betriebe notwendig ist innovativ zu sein und was unter dem Begriff Innovation konkret zu verstehen ist. Den TeilnehmerInnen werden die Innovations-Coaches  und deren Tätigkeitsbereich sowie das Ideengenerierungstool auf dieser Website vorgestellt, mit dessen Hilfe Innovationsideen von UnternehmerInnen, Einheimischen, Entscheidungsträgern, Destinationsmitarbeitern, etc. dokumentiert und gemeinsam weiterentwickelt werden können.

In den Standort-Themen-Workshops im Juni stehen standortspezifische Innovationsthemen im Vordergrund. Also: Wie können vorhandene Marktpositionierungen weiterentwickelt und neu gedacht werden. Hier wird es entsprechende Vorträge zu Trends und Entwicklungen in den jeweiligen Themenbereichen (Skiurlaub, Familienurlaub, Gesundheitsurlaub, usw. usf.) geben.

Schließlich findet im Oktober ein Ideen-Labor statt, in welchem konkrete Produkt- und Prozessinnovationsideen unter Einsatz von Kreativitätstechniken erarbeitet werden und in weiterer Folge hier im Ideen-Labor konkretisiert und vor Ort in den Destinationen unter Leitung der Innovations-Coaches konsequent weiterverfolgt werden.

  • Innovations-Exkursionen:

Exkursion2013 und 2014 sind insgesamt 3 IE (Innovations-Exkursionen) geplant. Hier können UnternehmerInnen aus allen Destinationen teilnehmen und gemeinsam erfolgreich realisierte, gescheiterte (!) und gerade in Planung befindliche Innovationsprojekte in- und außerhalb der Tourismuswirtschaft besuchen und sich mit den Innovatoren austauschen. Ziel ist es dabei, über den Tellerrand des Arbeitsalltages hinauszublicken und vom Erfahrungswissen anderer zu profitieren und zu lernen. Nicht zuletzt bieten diese “Ausflüge” eine gute Möglichkeit sich zu vernetzen und einander besser kennenzulernen.

  • Destinations-Simulationen:

FH Salzburg Destinationsplanspiel“Learning Business by Doing Business” ist das Motto der DS (Destinations-Simulationen). Bei den DS treffen sich die Entscheidungsträger und Meinungsbildner der Destinationen und simulieren das Destinationsmanagement im Wettbewerb mit anderen (virtuellen) Destinationen. Die TeilnehmerInnen nehmen hierbei allerdings andere Funktionen/Rollen ein, als die, die sie normalerweise im Alltag innehaben. Sprich: Die Bergbahnleiterin wird zur Kleinzimmervermieterin und der 5-Sterne-Hotellier wird zum Vermieter von Segel- und Elektrobooten, etc. So managen Sie nun ihre Betriebe (mehr oder weniger gemeinschaftlich) und damit die gemeinsame Destination. Je nach deren Entscheidungsqualität verändert sich dann der Erfolg ihrer Betriebe und/oder der ganzen Destination.

Ziel der von der FH Salzburg durchgeführten DS ist es, die Gruppendynamik in den Projektdestinationen zu erhöhen und die Kommunikation untereinander zu fördern. Es entsteht tiefes Verständnis für die Probleme und Herausforderungen anderer Marktteilnehmer im gleichen Ort und es wird für die TeilnehmerInnen offensichtlich und nachvollziehbar, dass gemeinsames Wirken letztendlich den Erfolg für alle vergrößert. Alte Denkmuster werden durch die Simulation erfahrungsgemäß aufgebrochen, betriebswirtschaftliches Verständnis gefördert und somit letztendlich auch die Basis für Innovationsagenden geebnet.

  • Innovations-Potentialanalysen:

InnovationslandkarteDie IPA (Innovations-Potentialanalyse) umfasst die Erhebung und Analyse von Bedürfnisaussagen der Touristen entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette (von der Reiseplanung bis zur Abreise und Nachreisebetreuung). Die Salzburg Research leitet von dieser online durchgeführten Bedürfniserhebung Innovationspotentiale ab, indem sie in einem ersten Schritt aufzeigt, welche Bedürfnisse derzeit übererfüllt, welche untererfüllt und welche gut befriedigt werden. Die untererfüllten Bedürfniskategorien erfordern naturgemäß eine erneute Betrachtung bzw. konkrete Innovationen. Hier liegen demnach die größten Potentiale für die Innovationstätigkeit einer Destination. In einem zweiten Schritt wird diese Abfrage dann auch im Rahmen von Workshops bei den Anbietern vorgenommen, um schlussendlich sowohl eine Eigen- als auch eine Fremdbildanalyse zu erhalten, in der die tatsächlichen Konsumentenbedürfnisse den, von den Anbietern wahrgenommen Bedürfnissen, gegenübergestellt werden.

Detaillierte Informationen zur Innovationspotential-Analyse sind hier zum Download bereitgestellt.

  • Innovations-Symposien:

fh_konferenz2013 und 2014 findet je ein Innovationskongress statt. Einmal zum Themenbereich “Wintertourismus-Innovationen” und einmal zum Themenbereich “Sommertourismus-Innovationen”. Eingeladen werden dabei in erster Linie alle UnternehmerInnen der Projektdestinationen, aber darüber hinausgehend auch alle Bayerischen und Salzburger Tourismus-UnternehmerInnen und Destinationsverantwortliche, die sich zum Thema austauschen, weiterbilden und netzwerken wollen. Organisiert werden die beiden Jahresveranstaltungen von der ITG unter Mithilfe der bayerischen Projektpartner für das Innovations-Symposium in Bayern.

  • Innovations-Transfer-Treffen:

Bei diesen Treffen werden politische Entscheidungsträger und die politischen Unterstützer des Projekts über die entstandenen Innovationsaktivitäten informiert, um so die Projekterfolge und Learnings auch auf der Multiplikatorenebene verankern zu können.


Wie sind die Maßnahmen organisiert? Der Projektplan:

Der abgebildete Projektplan zeigt die Maßnahmen und den zeitlichen Ablauf des Projekts. Die konkreten Termine aller Veranstaltungen und die Anmeldemöglichkeiten zu diesen Innovations-Events finden Sie in unserem/Ihrem Veranstaltungskalender. Melden Sie Sich einfach (an)!

Projektablaufplan_aktuell