Lungauer Troadkästn als emotionales Symbol

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Am 23. Juni 2014 traf sich eine Runde Lungauerinnen und Lungauer auf der Burg Mauterndorf. Ziel des Treffens war es, die von den Lungauer Innovations-Coaches geborene Roh-Idee der Neu-/Wieder-/Weiter-Belebung der im Lungau typischen Troadkästn. Unter dem Motto “Troadkästen sind Lebenskästen” wurde die Vision geboren, dass “der Troadkasten im und außerhalb des Lungaus unmittelbar mit dem Lungau verbunden wird und als Symbol und Landmark für den Lungau wahrgenommen werden soll.”

0001_86-thumb-1024xauto-103603Diese für den Lungau typischen Profanbauten sind gemauerte oder aus Holz gefertigte und meist sehr aufwändig verzierte Getreidespeicher (Troad = Getreide), die sich bei vielen Bauernhäusern finden. Sie stellen eine kulturhistorisch wertvolle Eigenart des Lungaus dar. Errichtet oftmals an Kraftorten dienten diese raumklimatisch interessanten Gebäude aber nicht nur zur Speicherung des Getreides, sondern waren Schatzkästen für alles Hab und Gut, dass zu dem Wertvollsten der jeweiligen Familien gezählt wurde. Die Landwirte schützten dies vor möglichen Bränden außerhalb des Haupthauses schützten, konservierten etc. Der Troadkasten links im Bild, ein schönes Exemplar fotografiert von Lois Eßl, befindet sich in der Nähe des Gasthofes Jedl in Hintermuhr nahe St. Michael/Lungau.

An diesem Abend wurde unter Moderation von Mag. Werner Taurer daran gearbeitet, wie es a) zu noch mehr Nutzungs-Ideen, und zwar nicht nur touristischen, kommen kann und b) wie der weitere Prozess des angestossenen Innovationsprojektes “Troadkästen” aussehen kann.  Es wurden gemeinsam mittelfristige Projektziele definiert, intensiv diskutiert und schon einige konkrete Ideen geäußert und schliesslich ein Maßnahmenplan für das weitere Projektvorgehen, die nächsten konkreten Schritte, erarbeitet.