2. Innovations-Workshop in Flachau: Von der Vision zur Umsetzung

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Um der Frage nachzugehen wie der perfekte Urlaubstag eines protypischen Sommergastes in Flachau in Zukunft aussehen könnte, trafen sich am Dienstag den 17. Juni 2014 rund 18 engagierte TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen touristischen Betrieben zum gemeinsamen Innovations-Workshop mit Tourismusdesigner Mag. Martin Schobert und seiner Kollegin DI Dinah Hohl von tourismusdesign - Büro für Produkt- und Markenentwicklung. Der Workshop, welcher eine von zahlreichen Maßnahmen im Rahmen des EU-INTERREG Projekts „Innovationen in Destinationen Oberbayern und Salzburg“ darstellt, wurde aufbauend auf einem ersten Basisworkshop am 3. Juli des vergangenen Jahres gestaltet und von Lorenz Maschke vom Innovationsservice für Salzburg organisiert.

IID_Flachau_2_1Eingeleitet wurde der Workshop von Andreas Fischbacher, Geschäftsführer des Tourismus-verbandes Flachau, welcher mit der Vorstellung von Flachaus Markenprofil inklusive bewährter Erfolgsmuster und Verbesserungspotentiale eine gute Basis für den darauffolgenden Ideenentwicklungsprozess legte. „Es gibt eine klare Strategie der Marke Flachau, jetzt gilt es diese noch konsequenter und erfolgreich umzusetzen“, so der Touristiker. Entwicklungspotential sieht Fischbacher dabei besonders im Sommertourismus. Flachau würde hier bis dato keine besonderen Leistungen und Attraktionen, obwohl mit dem Projekt „Family Adventure Flachau“ bereits ein erster konsequent geplanter Schritt in die richtige Richtung gesetzt wurde. Auch die Arbeit der beiden an der FH Salzburg ausgebildeten Innovations-Coaches Elisabeth Hartl und Andrea Schiefer ist in diesem Zusammenhang von essentieller Bedeutung, besonders wenn es um die individuelle Beratung von Betrieben vor Ort geht.

IID_Flachau_2_2IID_Flachau_2_3Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen machten sich Workshop-Leiter Schobert und seine Kollegin Hohl anschließend in zwei Gruppen daran die im Markenprofil Flachaus definierten Sommergäste der sportlich aktiven Familien und Pärchen im Detail zu betrachten und ihre Wünsche und Bedürfnisse entlang des Customer Buying Cirlce (Phasen des Reisen) zu analysieren. Konkret beschäftigte man sich hierbei mit den Fragestellungen „Was will der Gast in Flachau machen?”, „Was erwartet er von Flachau?“, „Was braucht er wenn er da ist?“,  „Was will er nicht?“, „Was sagt er wenn er begeistert nach Hause kommt?“,

In einem kurzen Impulsvortrag erläuterte Schobert im Anschluss auf anschauliche Weise, wie sich touristische Kernleistungen in konkrete Erlebnisse umgestalten ließen. Sich in die Rolle des eigenen Gaste zu versetzen, seine Bedürfnisse sowohl vor als auch nach der Reise zu kennen und ihn so proaktiv auf den verschiedenen Ebenen des Erlebens zu begleiten, das sind die Kernelemente des Service Design. Dazu zählt unter anderem auch das Schaffen von Erlebnisorten, -wegen und Geschichten. „Der perfekte Tag bedeutet, mit Leidenschaft nachhaltige, bedeutsame  Erlebnisse zu schaffen“, folgert der Tourismusdesigner. Dem Schaffen von Highlight-Momenten widmete sich daraufhin der zweite Brainstorming-Prozess, in dem man versuchte unter den Ansprüchen des Service Designs neue Produktideen für Flachau zu entwickeln. Welche Möglichkeiten haben Flachaus Gastgeber um ihre Gästen in den aktiven Reisephasen des Ankommens, Entdeckens, Durchatmens, Begegnens, Einkehrens und Mitnehmens vor Ort zu begleiten? Wie sieht der perfekte Urlaubstag in Flachau aus?

IID_Flachau_2_5Neben Ideen zur Schaffung eines zentralen Begegnungsplatzes im Ort, drehten sich die  entwickelten Ideen vor allem um den Gedanken von verbindenden Ritualen am Ferienort und dem Sichtbarmachen von Zugehörigkeit und erbrachten sportlichen Leistungen. Flachau als innovativer Sommersportort, welcher Menschen bei sportlichen Aktivitäten in geselligem Rahmen verbindet, so lautet auch der Leitgedanke in Flachaus Markenprofil. „Wichtig sei es, gemeinsam als Ort gewisse Zeichen zu setzen. Denn gerade die kleinen Dinge sind auch wichtige Zeichen der Marke“, schlussfolgert Geschäftsführer Andreas Fischbacher.

Als weiterer Schritt wurde dem Tourismusverband Flachau abschließend die Arbeit mit dem von Schobert vorgestellten Modell der „Erlebnispyramide“ empfohlen. Zusätzlich soll dem TVB ein auf den Workshop-Ergebnissen basierendes Drehbuch für einen perfekten Tag in Flachau, ausgearbeitet vom Innovationsservice für Salzburg,  zur Verfügung gestellt werden.

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