Altes neu aufleben lassen! Innovations-Workshop 2 im Tegernseer Tal

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Rund 35 TeilnehmerInnen versammelten sich vergangenen Donnerstag, den 18. Juli 2013 in der Tourist-Information Bad Wiessee zum zweiten Themen-Workshop des Projekts „Innovationen in Destinationen“ im Tegernseer Tal. Unter den Interessierten fanden sich sowohl Wirtschaftstreibende, Hoteliers, TourismusverbandmitarbeiterInnen, als auch Gemeindevertreter, Kommunikations- und Gesundheitswissenschaftler, um sich dem zentralen Thema der Ortsentwicklung Bad Wiessees anzunehmen.

Tegernsee_2_BuergermeisterNach einer kurzen Begrüßung durch Peter Höß, 1. Bürgermeister der Gemeinde Bad Wiessee, welcher besonders das große Entwicklungspotential seiner Gemeinde betonte, übernahm Georg Overs, Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH das Wort. Dieser begrüßte seinerseits die zahlreichen TeilnehmerInnen und sprach seine Begeisterung für das Projekt „Innovationen in Destinationen“ aus. In diesem Zusammenhang stellte er auch die zwei Innovationscoaches der Region Evi Krinner und Susanne Kundmüller vor, welche den Betrieben in der Region mit ihrem an der Fachhochschule Salzburg erworbenen Innovations-Fachwissen unterstützend zu Seite stehen sollen.

Lorenz Maschke, Innovationsberater vom ITG-Innovationsservice für Salzburg und Moderator des Workshops, gab danach einen kurzen Überblick über die Agenda des geplanten Workshops sowie einen Rückblick auf den bereits stattgefundenen Basis-Workshop am 16. Mai 2013. Danach leitete er den Workshop mit einer kurzen Vorstellung der wesentlichen Inhalte und Maßnahmen des Projekts, der Projektpartner und beteiligten Tourismusverbänden ein, wobei er auch Mag. Stefanie Eichbauer, Mitarbeiterin der Tourismusforschung der Fachhochschule Salzburg unter den anwesenden Gästen begrüßte.

Tegernsee_2_RaumordnerAnschließend folgte ein Impulsvortrag durch Eberhard von Angerer, Architekt und Regierungsbaumeister der Gemeinde Bad Wiessee, welcher einen Überblick über die aktuelle Ortsentwicklung Bad Wiessees gab. In seinem Vortrag verwies er vor allem auf die Rahmenplanung des Kurviertels und die Defizite in der derzeitigen Nutzung des Bereichs rund um das Jod-Schwefelbad, die ehemalige Spielbank und das leerstehende Hotel Lederer. Seine Empfehlung in diesem Zusammenhang lautete: „Alle erfolgreichen Destinationen bauen auf traditionellen Strukturen auf – die Verknüpfung von Historie und Neuem macht eine Destination zu etwas Besonderem.“  Wie schon Bürgermeister Höß betonte er dabei auch das große Potential des durchgehenden Seeuferwegs und die Neugestaltung der Adrian-Stoop-Straße als Kurpromenade.

Nach dem theoretischen Impuls zur aktuellen Stand der Ortsentwicklung erfolgte eine gemeinsame Begehung der Seepromenade. Die TeilnehmerInnen waren dabei aufgefordert unter der Fragestellung „Wie kann Gesundheit im Ortszentrum Bad Wiessee erlebbar gemacht und damit ein Profil für die Region erzeugt/unterstützt werden?“, mögliche Ideen für die Neugestaltung der Seepromenade miteinander zu diskutieren und danach die die jeweils beste Idee auf einem Kärtchen zu notieren.

Tegernsee_2_PromenadenbegehungTegernsee_2_GruppeUnter der Leitung von Bürgermeister Peter Höß und Innovationscoach Susanne Kundmüller wurden die Workshop-TeilnehmerInnen während des gemeinsamen Rundgangs zusätzlich auf einige bereits bestehende Ideen und das große Potential verschiedenster Plätze entlang des Seeufers hingewiesen, wie beispielsweise die Wiese an der Zeiselbachmündung, der bestehende Veranstaltungsbereich oder der Kneippbereich am Ufer.

Zurück im Veranstaltungssaal der Tourist-Information Bad Wiessee wurden die Ideen von Moderator Lorenz Maschke gesammelt und in einem offenen Diskussionsprozess gemeinsam mit der Gruppe in verschiedene Themenbereiche geclustert. Wo nötig wurden diese zusätzlich vom jeweiligen Ideengeber erklärt und entstehende Kontroversen in der Gruppe diskutiert. Besonders spannend gestaltete sich dabei die Frage in welcher Art und Weise die Belebung der Kurpromenade erfolgen sollte, ebenso wie die Definition der Zielgruppe der entstehenden Gesundheitserlebnisse. Der klassische Kurgast stand dabei einem jüngeren aber trotzdem gesundheitsbewussten Publikum gegenüber, handyfreie Zonen versuchte man mit W-Lan Zonen entlang der Seepromenade zu kombinieren.

Tegernsee_2_LorenzFür jeden der sieben entstandenen Themenbereiche wurde anschließend ein passender Titel gesucht, der die beinhaltenden Ideen bestmöglich zusammenfasst. Hier einigte man sich auf die Bezeichnungen „Corporate Identity“, „Gesundheit am See“, „Begegnung und Kommunikation“, „Ruhe am See“, „Natur“, „Erleben“ und „Winter“. In einer abschließenden Priorisierungsphase wurden die Themenbereiche von den TeilnehmerInnen bewertet. Der Themenbereich “Gesundheit am See” wurde hier von den TeilnehmerInnen schliesslich rund zweimal so oft priorisiert wie der zweitplatzierte Themenbereich “Begegnung/Kommunikation”. Die “Gesundheit am See” wird also der Ausgangspunkt für den nächsten Innovationsworkshop im September bzw. Oktober 2013 sein!

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